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Forschung · · 1 Min. Lesezeit

Was die Forschung über Waldbaden sagt

Studien zu Stress, Stimmung und Immunsystem: ein ehrlicher Überblick über das, was wir wissen, und das, was noch offen ist.

Waldbaden wird oft mit großen Versprechen beworben. Ein Blick in die Forschung lohnt sich, gerade weil sie differenzierter ist.

Was Studien nahelegen

  • Stress: Japanische Feldstudien (u. a. Park et al., 2010) fanden nach Aufenthalten im Wald im Mittel niedrigere Cortisolwerte und eine ruhigere Herzfrequenz als nach vergleichbarer Zeit in der Stadt.
  • Stimmung und Grübeln: Bratman et al. (2015) beobachteten, dass ein 90-minütiger Spaziergang in der Natur das Grübeln stärker verringerte als ein Spaziergang an einer Straße.
  • Immunsystem: Li (2010) berichtete nach Waldaufenthalten eine erhöhte Aktivität natürlicher Killerzellen. Die Studien waren klein, die Ergebnisse gelten als vielversprechend, aber nicht gesichert.
  • Wie viel Natur: White et al. (2019) fanden, dass Menschen, die mindestens rund 120 Minuten pro Woche in der Natur verbringen, häufiger von guter Gesundheit und gutem Wohlbefinden berichten.

Die Grenzen

Viele Studien haben wenige Teilnehmende, kurze Beobachtungszeiträume oder keine Verblindung. Menschen, die gern in den Wald gehen, sind vielleicht ohnehin entspannter. Deshalb spreche ich von Hinweisen, nicht von Heilwirkungen.

Was das für dich heißt

Du musst nicht auf die perfekte Studie warten, um dir Zeit im Wald zu schenken. Nimm die Forschung als Ermutigung, nicht als Versprechen.

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